persönlich

 

eine auseinandersetzung mit farbe und form



Mit der Ausbildung zum Handbuchbinder zusammen mit dem Besuch der Kunstgewerbeschule wurden Paul Nievergelt die ersten handwerklichen und gestalterischen Grundlagen mitgegeben. Die der Lehre folgenden Wanderjahre führten ihn nach Paris und London als Mustermacher in Grossbuchbindereien. Zurück in der Schweiz – die Mitarbeit im Geschäft der Eltern war vorgezeichnet – stellte er sich der mit der Buchbinderei, Einrahmerei und Buchhandlung verbundenen breiten Palette von Aufgaben. Seinen persönlichen Neigungen und Wünschen entsprechend besuchte er in dieser Zeit aber auch verschiedenste Weiterbildungskurse im Gestalten, Zeichnen und Malen. Ein mehrjähriger unternehmerischer Betriebsführungskurs half beim Einstieg in die Selbständigkeit. 1982 übernahm Paul Nievergelt zusammen mit seiner Frau Heidi die Buchbinderei und das Einrahmungsgeschäft der Eltern. Mit dieser Übernahme konnte der Betrieb durch eine Galerie erweitert werden und schon bald war dieser Geschäftsbereich ein tragendes Element des Hauses Nievergelt. Diese zwanzigjährige selbständige Tätigkeit im Kunsthandel und als Ausstellungs- und Rahmenmacher war sehr intensiv und bestimmte vollumfänglich den Tagesablauf.


Das Jahr 2002 öffnete den Weg zum freischaffenden Künstler und brachte die dabei erforderliche Ruhe. Schritt für Schritt arbeitete Paul Nievergelt an der Maltechnik und am künstlerischen Ausdruck. Dabei erwies sich das bereits in den früheren Lebensphasen geübte kreative Denken und Gestalten als eigentlicher Erfahrungsschatz. Das Entstehen seiner Bilder ist begleitet durch ein immer neu herausforderndes Wechselspiel zwischen Distanz und Nähe, zwischen Spannung und Harmonie zwischen Eindrücken aus erlebnisstarken Landschaften und dem geruhsamen Verarbeiten. Es sind keine Abbilder der wirklichen Welt, die Formen sind aber aus dieser abgeleitet worden. Das geschah nicht durch eine schrittweise Entfernung vom Gegenstand, sondern durch das überdenken einer in der Wirklichkeit entdeckten Form oder Linie. Die Farbe soll einfach Farbe sein. denn Licht, Farbe und Form sind es, die unsere Wahrnehmung bestimmen.

In diese Dramaturgie passen sein Suchen nach einem persönlich geprägten bildnerischen Ausdruck und dessen ständige Infragestellung, welche heute seine künstlerische Arbeit bestimmen.



Gruppen und Einzelausstellungen:

Bis 2003 Kunstszene Zürich / Kunsthaus Grenchen / Börse Zürich / Studio Arte, Zürich / 2005 Galerie Nievergelt, Zürich / 2006 Spital Glarus / 2007 Nordisk Kunstfestival,  Inderøy Norwegen / Praxis Dr. Bozzone, Wangen / 2009 Kunsthaus Glarus / Obere Mühle, Dübendorf / 2010 Lintharena, Näfels / 2011 Sigristenkeller, Bülach / Die Tageschau, Aathal / Gsellhof, Brüttisellen / 2012 Fällanden / art treff 12, Dietlikon / Kunst Zwicky, Fällanden / Unesco Besucherzentrum, Elm / das kleine format, Zollikon / 2013 Galerie Nievergelt / Obere Mühle, Dübendorf / art treff 13, Dietlikon / das kleine format,  Zollikon / 2014 nordstadt-galerie, Wangen / art treff 14, Dietlikon / 2015 art treff 15, Dietlikon / Gemeindehaus, Fällanden / 2016 Obere Mühle Dübendorf / art treff 16, Dietlikon / art treff 17, Dietlikon / 2017 nordstadt-galerie, Wangen

Paul Nievergelt  Unterdorfstr. 18c  8602 Wangen  044 833 44 43  paul.nievergelt@bluewin.ch

 
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